Überschrift Schach

 

 

 

Abb Schachbrett Lager

Im hohen Mittelalter war bereits eine ganze Reihe von Brettspielen bekannt. Das Schachspiel wurde dabei als das edelste und vornehmste Brettspiel betrachtet, basiert es doch ausschließlich auf taktischem Vorgehen und nicht auf dem Zufall. So schreibt schon König Alfonso X. von Kastilien und Leon in seinem, im späten 13. Jahrhundert verfassten, Spielebuch: „Derjenige, der die Verstandestheorie vertrat, legte das Schachbrett mit seinen Figuren vor und zeigte, dass der Spieler, der den meisten Verstand besitzt und es aufmerksam studiert, seinen Gegenspieler besiegen könne.“

Man kann davon ausgehen, dass das Schachspiel vor allem im höhergestellten, ritterlichen Milieu und im Adel gespielt wurde. Denn zum Einen brauchte man für eine Partie Schach viel Zeit, die vor allem in den ritterlichen Schichten vorhanden war, zum anderen benötigte man eine ganze Reihe von unterscheidbaren Spielfiguren, die aufwändig hergestellt werden musste. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass sich ein Bauer ein Schachspiel schlichtweg nicht leisten konnte.

Überschrift Spiele

 

 

 

Die gängige Vorstellung vom „dunklen Mittelalter“ beinhaltet auch, dass das Leben derBild Spiele 1 meisten Menschen nur aus Plackerei bestand und kaum Freude bereitete. Wer von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang arbeiten muss, dem bleibt natürlich nicht mehr viel Zeit für Spiel und Unterhaltung. Man sollte aber bedenken, dass das Mittelalter viel mehr kirchliche Feiertage kannte als wir heute, und auch sonst gab es immer wieder Feste wie Hochzeiten, Kirchweihen etc., die den monotonen Alltag unterbrachen und Gelegenheit boten, sich beim Spiel zu entspannen oder sich beim Spielen zu messen.